Nächste Aktionen

Aktiv werden!

Die Bochumer Seebrücke trifft sich jeweils am 2. Donnerstag im Monat um 19 Uhr im botopia.raum9 (Griesenbruchstr. 9). Komm gerne vorbei und werde Teil der Seebrücke! Am besten schreibst du uns vorher eine E-Mail, da wir den Termin gelegentlich für Veranstaltungen nutzen und dann eventuell nicht im Botopia sind.

Menschenrechtsbildung an Schulen

Sie unterrichten Schüler:innen ab Jahrgangsstufe 9 und möchten Themen wie Flucht und Asyl im Unterricht behandeln? Wir unterstützen Sie gerne, z.B. mit einem interaktiven Workshop, in dem sich Schüler:innen mit globalen Fluchtbewegungen auseinandersetzen und den Zusammenhang zwischen Weltbevölkerung, ungleicher Verteilung von Reichtum und Migration erkunden können. Sprechen Sie uns gerne an!

Film & Gespräch: On the Border

19. März 2026 - Endstation Kino Bochum

Zum Kinostart zeigen wir den Dokumentarfilm "On the Border" über Europas Grenzen in der Sahara und ihre Auswirkungen auf Agadez in Niger und die Menschen in der gesamten Sahelzone.

In einer kleinen Stadt am Rande der Sahara testet die Europäische Union neue Grenz- und Überwachungskonzepte, um große Migrationsbewegungen 1000 km vor dem Mittelmeer zu stoppen. Ein innovatives Entwicklungsprojekt für Afrika oder eine geopolitische Maßnahme, um eine neue Flüchtlingskrise in Europa zu verhindern?

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=m4wt7_z88Oo

Unsere Stimmen sind stärker

Bunter internationaler Nachmittag im Bahnhof Langendreer am Samstag, den 28. März 2026

Am 28.03. ab 17 Uhr öffnen wir im Bahnhof Bochum-Langendreer einen Raum für mutige Stimmen, gelebten Widerstand und gelebte Solidarität.
FLINTA mit Fluchterfahrung ergreifen das Wort – mit Geschichten, Gedichten und Liedern, die von Verlust und Hoffnung erzählen, von Unterdrückung und Selbstermächtigung, von Kampf und Zusammenhalt aber auch von Freude und Hoffnung.

Dieser Nachmittag ist mehr als ein Kulturtreffen: Er ist ein Zeichen gegen Ausgrenzung, Schweigen und Unsichtbarmachung. Wir hören zu, wir lernen voneinander – und wir stehen gemeinsam füreinander ein.
In kämpferischer und zugleich warmer Atmosphäre laden wir ein zu Begegnung, Austausch und Vernetzung.

Kaffee und Kuchen gibt es natürlich auch..

Kommt vorbei, zeigt Solidarität und macht diesen Nachmittag zu einem Ort, an dem Stimmen laut werden, die viel zu oft überhört werden

Anschließend zeigen wir im Endstation Kino den Film "The sharp edge of Peace".

Film und Gespräch: The Sharp Edge of Peace

Dokumentarfilm der afghanischen Regisseurin Roya Sadat (Original mit englischen Untertiteln)

Samstag, 28. März 2026 - 19 Uhr - Endstation Kino Bochum

Der Film begleitet vier mutige afghanische Frauen, die 2020 bei den Friedensverhandlungen mit den Taliban mit am Verhandlungstisch saßen – und trotz massiver Widerstände versuchten, Frauenrechte auch nach dem Abzug der internationalen Truppen zu verteidigen. Ihre Stimmen machen sichtbar, was in offiziellen Abkommen oft unsichtbar blieb: der Preis, den Frauen für geopolitische Deals zahlen sollten.

Aus feministischer und menschenrechtlicher Perspektive wurden die Verhandlungen – insbesondere das Doha-Abkommen – scharf kritisiert. Afghanische Frauen waren von den entscheidenden Gesprächen weitgehend ausgeschlossen, internationale Standards für inklusive Friedensprozesse (u. a. UN-Resolution 1325) wurden missachtet. Frauen- und Mädchenrechte galten als verhandelbar, während der schnelle Truppenabzug Priorität hatte. Die direkte Legitimierung der Taliban ohne verbindliche Zusagen zum Schutz von Frauenrechten nährte früh die Angst vor einem Rollback – einem Rückfall in Zeiten systematischer Unterdrückung.

Diese Befürchtungen  haben sich nach der Machtübernahme der Taliban im August 2021 tragisch bestätigt: Frauen wurden nahezu vollständig aus Bildung, Arbeit und öffentlichem Leben verbannt. UN-Expert*innen sprechen von „Gender-Apartheid“. Die Verhandlungen von 2020 gelten heute vielen als Prozess, der den Boden für diese systematische Unterdrückung bereitete.

„The Sharp Edge of Peace“ ist ein eindringlicher Film über Mut, Widerstand und die Konsequenzen politischer Entscheidungen. Er fordert uns auf, hinzusehen – und die Stimmen derer ernst zu nehmen, die zu oft übergangen werden.

Anschliessend Filmgespräch (auf Englisch). Eintritt frei.

Eine Veranstaltung von Seebrücke Bochum & Amnesty International Bochum

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=s_44DA8gVr0

Unterstützer*innen

Die SEEBRÜCKE Bochum entstand 2018 als Bündnis von mehr als einhundert Vereinen, Initiativen und Organisationen zur Durchführung einer Demonstration gegen das Sterben im Mittelmeer und in der Wüste. Gemeinsam fordern wir unter anderem, dass die Stadt Bochum angesichts der humanitären Krise mehr Verantwortung übernimmt – also anbietet, freiwillig zusätzliche Überlebende der Flucht aufzunehmen. Die Demo am fand am 6. Oktober 2018 statt, es nahmen 5.500 Menschen teil.

Im Anschluss an die große Demonstration bildete sich ein offenes SEEBRÜCKE-Aktivenplenum, um nachhaltig für die gemeinsam formulierten Forderungen einzutreten. Denn der Kampf für eine menschenrechtsorientierte Politik in Bochum und überall braucht einen langen Atem.