Kein Land für Niemand

30.08.2025 17:00 Uhr

Dresden, Thalia, Görlitzer Straße 6

Am 30. August ist Gedenktag für die Opfer von Abschiebungen und Abschiebehaft.

An diesem Tag erinnern wir an alle, die der brutalen und rassistischen Abschiebepolitik Deutschlands zum Opfer gefallen sind. Auch in Sachsen verschärft sich die Abschiebepraxis weiter. Innenminister Armin Schuster kündigte zuletzt an, neue Maßnahmen durchführen zu wollen und versucht sie, wie im Fall der Abschiebungen nach Afghanistan, mit Fake News und Angriffen auf solidarische Gruppen zu legitimieren. Abschiebehaft als freiheitsentziehende Maßnahme ohne Straftat ist ein höchst fragwürdiges repressives Mittel. Statistiken zufolge ist ca. jede zweite Inhaftierung mindestens zum Teil rechtswidrig. Trotzdem werden in Deutschland fleißig weiter neue Haftanstalten gebaut. Dass diese Politik direkte und traumatisierende Folgen für Menschen haben kann, zeigt der aktuelle und kontroverse Fall von Hamza A.

Abschiebungen und Abschiebehaft müssen als menschenrechtswidrige und rassistische Praxis skandalisiert und stärker in den Fokus gerückt werden.

Deshalb zeigen wir am 30. August in Kooperation mit dem Thalia den Film Kein Land für Niemand. Im Anschluss wollen wir euch unsere Arbeit vorstellen, mit euch darüber ins Gespräch kommen, wie Abschiebungen und die Verschärfung der Asylpolitik zur Abschottung Europas beitragen und wie wir uns solidarisch mit den Betroffenen zeigen können.

Organisiert von der Lokalgruppe