Europas Grenzen in der Sahara – Migration, Abschiebungen und Solidarität

München

23.04.2026 19:00 UhrKöşk, Schillerstraße 38
Organisiert von der Lokalgruppe

Europas Grenzen in der Sahara – Migration, Abschiebungen und Solidarität

Mit Azizou Chéhou & Moctar Nalossou (Agadez, Niger)

Die europäischen Grenzpolitiken enden nicht an den Außengrenzen der EU. Deals mit Staaten in Nord- und Westafrika zielen schon weit südlich der Mittelmeerküste auf repressive Kontrolle von Migration und Flucht – mit verhängnisvollen Folgen für Menschen auf der Flucht. Tausende sterben nicht nur im Mittelmeer oder Atlantik, sondern auch auf den Routen durch die Sahara.

Das Alarme Phone Sahara (APS) arbeitet in Agadez und im Norden Nigers, mit Unterstützung von medico International und anderen Organisationen, um Menschen zu unterstützen, die auf diesen Routen in Not geraten. Die Info-Tour gibt Einblicke in diese Entwicklungen und in die alltägliche Arbeit des Alarme Phone Sahara – von Wüstenrettungen über Unterstützung für Abgeschobene bis hin zur politischen Dokumentation der Folgen europäischer Externalisierungspolitik. Gleichzeitig geht es um Perspektiven transnationaler Solidarität gegen ein Grenzregime, das Menschenrechte systematisch verletzt.

Themen der Veranstaltungen:

  • Rettungsarbeit in der Sahara und Unterstützung für Menschen in Not

  • EU-Deals und Grenzgewalt im Sahel-Sahara-Raum

  • Abschiebungen aus Tunesien, Algerien und Libyen und ihre Folgen

  • Situation von Frauen und Mädchen, u.a. im Kontext von Menschenhandel

  • Politische Arbeit und Migration unter Bedingungen des Klimawandels

Azizou Chéhou, Koordinator des Alarme Phone Sahara in Agadez, und Moctar Nalossou, Ko-Koordinator und Buchhalter des Projekts, berichten aus ihrer täglichen Arbeit und diskutieren aktuelle Entwicklungen der Migrationspolitik im Niger und in der Region. Moderation: Hamado Dipama, Arbeitskreis Panafrikanismus, München