Erol muss bleiben – Spielräume nutzen, Bleiberecht schaffen
Gießen
31.03.2026 15:00 UhrBerliner PlatzErol Acar ist vor Verfolgung nach Deutschland geflohen. Heute lebt er in Gießen, spricht Deutsch und absolviert eine Ausbildung zur Pflegefachkraft – in einem Bereich, in dem dringend Fachkräfte benötigt werden.
Sein Antrag auf Ausbildungsduldung wurde nach einem erfolglosen Asylverfahren abgelehnt. Auch sein Petitionsantrag wurde abgelehnt. Über seinen Härtefallantrag ist bislang noch nicht entschieden.
Dabei besteht weiterhin ein rechtlicher Handlungsspielraum: Die Ausländerbehörde des Landkreises Gießen kann im Rahmen ihres Ermessens eine Ausbildungsduldung erteilen und eine Abschiebung verhindern. Diesen Spielraum gilt es jetzt zu nutzen.
Der Fall steht nicht allein. In Gießen wurden zuletzt Menschen trotz Ausbildungsperspektive oder besonderer Integration abgeschoben – etwa Aysu, die eine Pflegeausbildung beginnen wollte, oder der Langstreckenläufer Mamiyo, der für den MTV Rekorde erzielte. Diese Fälle zeigen, wie dringend es eine andere Entscheidungspraxis braucht.
Wir fordern:
die Erteilung einer Ausbildungsduldung für Erol Acar und eine verlässliche Aufenthaltsperspektive,
die Verhinderung von aufenthaltsbeendenden Maßnahmen,
eine sorgfältige und umfassende Prüfung des Härtefallantrags.
Kommt zur Kundgebung und unterstützt Erol Acar. Für eine Praxis, die rechtliche Spielräume nutzt und Perspektiven ermöglicht. Widersprechen wir gemeinsam der unmenschlichen Abschiebepraxis und zeigen wir Solidarität mit allen Betroffenen.
Kundgebung:
Dienstag, 31.03.2026, 15:00 Uhr Start: Berliner Platz, Gießen Versammlungszug zum Regierungspräsidium
Im Anschluss findet ab 16:30 Uhr eine öffentliche Veranstaltung statt, bei der über den Fall von Erol Acar informiert wird und Gelegenheit zum Austausch besteht. Der Ort wird zeitnah bekannt gegeben.